Drei Wohnheimtypen — drei Anforderungsprofile
Nicht jedes Wohnheim hat dieselben Bedürfnisse. Bevor Sie bestellen, sollten Sie das Nutzungsprofil Ihrer Einrichtung klar definieren:
Studentenwohnheim
- Bewohner sind jung, selbstständig
- Eigene Wäsche oft erwünscht oder Pflicht
- Mittlere Waschbelastung, haushaltsüblich
- Optik spielt eine Rolle (Bewohnerzufriedenheit)
- Haltbarkeit: 2–4 Jahre realistisch
- Budget: moderat, Qualität lohnt sich langfristig
Geflüchtetenunterkunft / Arbeiterwohnheim
- Hohe Fluktuation, häufiger Zimmer-/Bewohnerwechsel
- Zentralwäsche durch Betreiber üblich
- Hohe Waschbelastung, oft Industriewäscherei
- Robustheit und Hygiene Vorrang vor Optik
- Haltbarkeit: 1–3 Jahre bei intensivem Betrieb
- Budget: oft öffentlich oder begrenzt — TCO-Denken wichtig
Bedarfsermittlung: Was braucht jedes Zimmer?
Die Grundausstattung pro Zimmer/Bett sollte folgende Textilien umfassen — jeweils mit Berücksichtigung eines Wäschepuffers für den laufenden Betrieb:
- 1Spannbettlaken: 2 Stück pro Bett — eines in Nutzung, eines im Wäscheumlauf
- 2Kissenbezüge: 2 Stück pro Kissen/Person
- 3Bettbezüge (Bettdeckenbezüge): 2 Sätze pro Person
- 4Handtücher (50×100 cm): 4 Stück pro Person — Dusche und Händewaschen täglich
- 5Duschtücher / Badetücher (70×140 cm): 2 Stück pro Person
- 6Waschlappen: 3–4 Stück pro Person (je nach Konzept)
- 7Gesamt-Puffer: 15 % der Gesamtmenge für Ersatz, Neuzugänge, Ausfälle
Beispielrechnung: 100-Zimmer-Wohnheim
100 Zimmer × 2 Spannbettlaken = 200 Stück. 100 Personen × 2 Kissenbezüge = 200 Stück. 100 Personen × 2 Bettbezüge = 200 Stück. 100 Personen × 4 Handtücher = 400 Stück. 100 Personen × 2 Duschtücher = 200 Stück. Plus 15 % Puffer. Gesamtorder: ca. 1.400 Textilien für die Erstausstattung.
Qualität, die hält: Was bei Großmengen wirklich wichtig ist
Bei Erstausstattungen verleitet der Mengeneffekt zu Sparentscheidungen. Das Ergebnis: Nach 12 Monaten müssen 30 % der Textilien bereits ersetzt werden. Wer von Anfang an auf die richtigen Qualitätsmerkmale achtet, spart langfristig erheblich.
- 100 % Baumwolle oder mindestens 80 % Baumwolle: waschbar bei 60 °C, kein Formverlust
- OEKO-TEX® Standard 100: schadstofffrei geprüft — wichtig bei gemischten Bewohnergruppen
- Umlaufender Gummizug bei Spannbettlaken: hält auch bei intensiver Maschinenwäsche
- Reaktivfärbung bei gefärbten Produkten: Farbe hält, kein Ausbluten in der Gemeinschaftswäscherei
- Grammatur Handtücher: mindestens 400 g/m², besser 500 g/m² für langfristige Nutzung
- Nähqualität: dichte Nähte, kein Fadenziehen — bei Industriewäscherei entscheidend
Billige Microfaser- oder Polyesterprodukte sind für Gemeinschaftseinrichtungen mit Zentralwäsche ungeeignet. Sie vertragen keine 60 °C-Wäsche dauerhaft und verlieren schnell Form und Funktion. Das scheinbare Einsparung kostet mehr durch häufigen Ersatz.
Budget-Tipps: Mengenrabatte und smarte Planung
Bei Großbestellungen für Wohnheime gelten andere Konditionen als im Einzelkauf. Wer die richtigen Hebel kennt, kommt deutlich günstiger ans Ziel:
- Staffelpreise nutzen: Ab bestimmten Mengen (z. B. ab 50, 100 oder 200 Stück) sinken Stückpreise deutlich
- Einheitliche Farb- und Größenwahl: Weniger SKUs = einfachere Lagerhaltung, oft bessere Konditionen
- Rahmenvertrag für Nachbestellungen: Preis einfrieren, Mengen flexibel abrufen
- Mustertest vor Großorder: 5–10 Stück testen, 5× waschen, dann bestellen — kein Risiko bei der Hauptorder
- Gesamtpaketanfrage: Bettwäsche, Handtücher, Spannbettlaken als Paket anfragen — oft günstiger als Einzelkauf
- Lieferung auf Abruf: Für sehr große Mengen ggf. Lagerung beim Lieferanten mit Lieferabruf vereinbaren
Lieferzeiten bei Großmengen: Realistisch planen
Wohnheim-Erstausstattungen haben oft einen fixen Eröffnungstermin. Planen Sie die Textillieferung mit ausreichend Vorlauf — auch wenn ab Lager die Standardlieferzeit kurz ist, können sehr große Mengen oder Sondergrößen andere Vorlaufzeiten haben.
- 1Standardlieferung aus Lagerhaltung: 2–3 Werktage für Standardprodukte
- 2Großmengen (> 500 Stück je Artikel): Verfügbarkeit vorab klären, ggf. gestaffelte Lieferung
- 3Sondergrößen oder Sonderfarben: Vorlauf von 4–8 Wochen einplanen
- 4Musterbestellung zuerst: 1–2 Werktage, dann Hauptorder aufgeben
- 5Puffer einplanen: 1–2 Wochen vor Eröffnungstermin sollte die Ware vollständig da sein
Früh anfragen zahlt sich aus
Wer 6–8 Wochen vor dem geplanten Bezugstermin eine Anfrage stellt, hat die besten Optionen: Zeit für Mustertest, Verhandlungsspielraum bei Konditionen und keine Termindruck-Aufschläge. Wer zwei Wochen vor Eröffnung anfragt, zahlt im Zweifel mehr — oder bekommt nicht alles rechtzeitig.
Angebot einholen: So geht es schnell
Für eine präzise Angebotsanfrage bei etérea Home GmbH benötigen wir folgende Informationen von Ihnen — je vollständiger, desto schneller das Angebot:
- Anzahl der Zimmer / Betten / Bewohner
- Art der Einrichtung (Studentenwohnheim, Geflüchtetenunterkunft, Arbeiterwohnheim, Sonstiges)
- Wäschekonzept (zentrale Wäscherei oder Eigenwäsche der Bewohner)
- Gewünschte Textilarten und Mengen (oder Bedarf pro Zimmer, wir rechnen gerne hoch)
- Farbwunsch (uni weiß ist Standard, andere Farben auf Anfrage)
- Wunschliefertermin und Lieferadresse
- Budget-Rahmen (optional, hilft bei der Qualitätsstufen-Empfehlung)
Fordern Sie immer Muster an, bevor Sie eine große Erstausstattung bestellen. Waschen Sie die Muster 5 Mal bei 60 °C und beurteilen Sie danach Haptik, Formstabilität und Farbhaltung. Erst dann bestellen.
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